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UIC reduziert Risikoausrichtung auf neutral

Außerordentliche UIC-Entscheidung

  • Wechsel des „RoRo“-Meter von moderat-offensiv auf neutral
  • Reduktion der Aktien- und Hochzins-Positionen
  • Untergewicht in Staatsanleihen der EWU-Kernländer reduziert
RoRo-Meter von 4 auf 3

Das Union Investment Committee (UIC) hat in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, die generelle Risikoausrichtung des UIC-Portfolios von moderat-offensiv auf neutral zu verändern (Wechsel im RoRo-Meter von Stufe 4 auf Stufe 3). Nach der positiven Entwicklung an den Aktien- und Rohstoffmärkten sowie der Spreadprodukte im Rentenbereich schätzt das UIC das Chance-Risiko-Verhältnis für Risikoanlagen als weniger attraktiv ein. Die wirtschaftliche Erholung ist in den Kursen der Risikoanlagen weitgehend reflektiert. Gleichzeitig zeichnet sich die erwartete abnehmende Dynamik nach dem Re-Opening ab. So flachen sich die Growth-Surprise-Indikatoren am aktuellen Rand ab. Die geldpolitische Unterstützung ist unverändert hoch, die Tapering-Diskussion wird perspektivisch aber wieder Fahrt aufnehmen. Auch sollten die Käufe von systematischen Investoren (Target Vola, Pensionskassen) nachlassen, da diese den Aufbau ihrer Aktienquoten überwiegend abgeschlossen haben.

Im Einzelnen hat das UIC die Aktienposition über Aktien Industrieländer (-1,0 Prozentpunkte) und Aktien Schwellenländer (-0,5 Prozentpunkte) verringert sowie das High-Yield-Übergewicht neutralisiert. Zudem wurde das Untergewicht in Staatsanleihen der EWU-Kernländer (+2,5 Prozentpunkte) verringert und der Aufbau einer geringen taktischen Kasse vorgenommen. Das UIC behält damit Übergewichte bei Aktien (trotz der Verringerung), Rohstoffen und den Absolute Return-Anlagen bei. So werden die Unternehmensberichte für das zweite Quartal bestätigen, dass die Gewinndynamik unverändert hoch ist. Die ausgebliebene Einigung der OPEC+ auf eine neuerliche Erhöhung der Ölproduktion dürfte bei der aktuell hohen Nachfrage die Preise von Energierohstoffen unterstützen.

Unsere Positionierung

Unsere Positionierung

Positionierungsanpassung vom 20. Juli 2021

Das Union Investment Committee (UIC) hat eine Positionsänderung am Musterportfolio vorgenommen. In den letzten Tagen ist die Unsicherheit am Markt wieder etwas gestiegen. Dabei kamen vor allem Risikoassets unter Druck. Auslöser hierfür sind die steigenden Inzidenzwerte aufgrund der Delta-Variante des Corona-Virus – auch in Ländern mit einer hohen Impfquote wie etwa Israel. Vielfach ist die Hospitalisierungsquote zwar noch gering, es ist aber unklar, ob bei weiter steigenden Inzidenzwerten schon beschlossene Lockerungsschritte wieder zurückgenommen werden würden. An unserem konstruktiven Bild hat sich grundsätzlich nichts geändert. Mit Blick auf die Sommerpause und die teils geringe Marktliquidität sehen wir jedoch eine Gefahr von kurzfristigen Verwerfungen. Zuletzt nahmen auch die Zuflüsse in europäische Aktien wieder etwas ab, sodass wir nicht davon ausgehen, dass wir nach den schwächeren Tagen eine schnelle Markterholung sehen werden. Die Berichtssaison zum zweiten Quartal startete bislang sehr positiv. Die guten Zahlen sind jedoch schon weitgehend in den Kursen eingepreist, sodass vielmehr den Ausblicken eine besondere Bedeutung zukommt, die jedoch ebenfalls von Unsicherheit geprägt sein dürften.

Das UIC reduziert daher das Gewicht in Aktien aus den Industrieländern um 1,5 Prozentpunkte. Das Geld fließt im Gegenzug in die Kasseposition (+1,5 Prozentpunkte). Der RoRo-Meter des UIC-Portfolios verbleibt unverändert auf neutral (Stufe 3). Insgesamt bleibt die generelle Risikoausrichtung leicht offensiver als die Grundallokation.

Stand aller Informationen und Darstellungen:
06. Juli 2021, soweit nicht anders angegeben.

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